Für mich der schönste Bergsee in Tirol

Der Obernberger See zwischen Innsbruck und Südtirol

Geschützt zwischen hohen, zum Teil steil aufragenden Bergen, liegt absolut idyllisch der Obernberger See. Kurz vor der Grenze nach Italien findet man den See im Landschaftsschutzgebiet „Obernberger Triblaune“. Triblaune, das sind die hohen Gipfel die westlich des Sees in den Himmel ragen. Je nach Lichtstimmung, blau, grün oder türkisch, aber immer kristallklar schimmert der See, eingebettet in eine tolle Almlanschaft. Für Wanderer und Bergsteiger bietet er leichte und anspruchsvollere Touren. Im Winter sind die Skitourengeher und Schneeschuhwanderer in der stillen Landschaft unterwegs. Landschaftlich besonders reizvoll liegt die kleine Kapelle „Maria am See“. Über eine Brücke erreicht man diesen besonderen Ort.

Ein Obernberger See – zwei Bergseen

Der Obernberger See, teilt sich meist in zwei Seen auf, den voderen kleinern Abschnitt, sowie den größeren hintern Teil. Nur bei sehr hohem Wasserstand sind die beiden Seeteile miteinander verbunden. Für Viele auch reizvoll, es gibt rund um den See keine bewirtschafteten Almen und Hütten – Natur pur! Auch ein geplantes Hotelprojekt liegt momentan auf Eis. So kann man sich an einer fast unberührten Naturlandschaft erfreuen. Baden ist in diesem schönen See, aus Fischschutzgründen leider nicht erlaubt, es wäre auch ziemlich kalt. Der See bietet zahlreichen Fischen eine Heimat. Aber im Sommer lässt sich der See mit dem Ruderboot überqueren und erkunden.

Wie kommt man zum Obernberger See?

Von Innsbruck aus, Richtung Brenner, entweder über die Bundesstraße oder die Autobahn, Abfahrt „Nösslach“. Von dort hält man sich Richtung Obernberg. In Obernberg fährt man durch das Dorf hindurch die Hauptstraße immer weiter bis zum Parkplatz am Talschluss. Von hier aus geht’s zu Fuß oder mit dem Bike weiter. Im Winter startet man auch von hier die Ski- und Schneeschuhtouren.

Wandern am Obernberger See

Vom Parkplatz zum See wandert man etwa eine halbe Stunde. Von hier aus gibt es zahlreiche Möglichkeiten für weitere Touren. Gemütlich läuft man etwa eine Stunde um den See herum. Dabei sollte man die schön gelegene Kapelle „Maria am See“ nicht auslassen.
Bergsteiger mit alpiner Erfahrung wagen sich auf die steil aufgragenden Triblaunspitzen hinauf. Höchster Gipfel ist die „Schwarze Wand“ mit 2917 m. Hier sollte man aber unbedingt Schindelfereiheit und Trittsicherheit mitbringen. Die Wege führen teils über versicherte Wegabschnitte.
Gemütlicher geht es auf der östlichen Seeseite zu kleinen Almen, wie der Steiner und Seealm. Sportlich, aber nicht zu schwierig zu erreichen ist der „Hohe Lorenzberg“ mit 2313. Hier steht man dann auch auf der Grenze zu Italien und blickt hinunter in das Südtiroler „Pflerschtal“.

Familienausflug zum See – auch mit Kinderwagen

Gerade für Familien ist der See ein tolles Ausfglugsziel. Der Weg hinauf vom Parkplatz ist nicht besonders weit und auf den schönen Wiesen rund um den See lässt es sich herrlich spielen. Sogar mit dem Kinderwagen kann man zum See gehen. Das ist in den Alpen ja nicht immer so leicht. Vom Ortsrand in Obernberg folgt man einfach immer der Forststraße, statt über den Almsteig über die Wiesenhänge zu gehen. Am See kann man immerhin bis zum Ende den Kinderwagen gut schieben, zurück geht es auf dem gleichen Weg. Die andere Seeseite ist mit dem Kinderwagen nicht zu bewältigen. Ein schönes Picknick am See und vielleicht eine kleine Ruderpartie, machen den Familienausflug perfekt. Für die Eltern viel schöne Natur, für die Kinder nicht zu anstrengend.

Winter am Obernberger See

Im Winter ist der See auf jeden Fall auch einen Ausflug wert. Ob mit Rodel, als Skitourengeher oder Schneeschuwanderer. Alle kommen sicher voll auf ihre Kosten. Start für diese Ausflüge ist ebenfalls der Parkplatz am Talschluss. Von dort führt die Rodelbahn direkt zum See. In etwa einer dreiviertel Stunde erreicht man den See und kann sich anschließend über die schöne Abfahrt freuen. Skitourengher gehen entweder zum „Hohen Lorenzberg“, zum „Grubenkopf“ oder zur „Allerleigrubenspitze“.
Schneeschuhwanderer genießen meist die Tour zur Steineralm hinauf.  In den Wintermonaten ist am Obernberger See fast nichts los, im Vergleich zum Ansturm an schönen Sommertagen.